Passivhaus: im Sommer kühl, im Winter warm – Traum oder Wirklichkeit?

Themen: Haus

Wir alle kennen das Problem: Kaum fallen die Temperaturen des Winters in den kalten Bereich, drehen wir kräftig am Thermostat. Im Sommer dann das genaue Gegenteil: Wir können lüften, wie wir wollen, es bleibt heiß. Eine Lösung des Problems kann uns allerdings das Passivhaus bieten.

Wärme ohne Heizung

Ein solches Passivhaus ist ein kleines Wunder. Denn es wärmt ohne eine Heizung. Und es kühlt ohne eine Klimaanlage. Das schafft es durch eine ausgeklügelte Wärmedämmung, die zudem darauf bedacht ist, entstehende Wärme gezielt zu nutzen. Diese kann etwa aus den ohnehin verwendeten elektrischen Geräten stammen oder sogar von den Bewohnern selbst. Das Passivhaus bringt neben seiner angenehmen Temperierung somit noch einen zweiten Vorteil mit: Es senkt den Energieverbrauch. Die anfänglichen meist nicht eben günstigen Investitionen finanzieren sich dadurch unter dem Strich und reduzieren über mehrere Jahre Laufzeit die hohen Kosten.

Passivhaus – Ein Wunderwerk der Architektur

Als ich das erste Mal von solch einem Passivhaus hörte, da habe ich mich natürlich gefragt, wie das funktionieren kann. Die Antwort ist recht simpel: Das Gebäude ist sehr gut wärmegedämmt. Fenster und Türen sind isoliert, es gibt nirgendwo eine ungeschützte Stelle, aus der Wärme entweichen könnte. Dazu kommt eine Gebäudehülle, die luftdicht ist: Alle Luft im Haus kann also zirkulieren. Das wiederum führt zu dem Effekt, dass frische Luft von außen eingesaugt und erwärmt wird. Sie temperiert nun alle Räume stets auf dasselbe Klima. Jeglicher sonstiger Luftaustausch findet nicht statt, sofern er nicht gewollt ist. Ein solches Passivhaus ist also durchaus ein kleines Wunder.

Der Einsatz von Technik

Passivhaus aus Holz

© iStockphoto/Thinkstock

Ganz ohne Heizung und Klimaanlage kommt aber auch das beste Haus nicht aus. Neben einer Solaranlage besitzt das Gebäude meist noch eine Vielzahl anderer technischer Geräte. Sie sollen helfen, möglichst viel Energie und Wärme aus fremden Quellen wie der Sonne zu gewinnen. Dieser Umstand lässt das Passivhaus bei der Errichtung teurer werden als herkömmliche Bauwerke. Dennoch rentiert sich diese Investition. Selbst wenn man nun argumentieren würde, dass auch die Geräte von Zeit zu Zeit gewartet oder ausgetauscht werden müssen, so ist der Energieverbrauch doch so gering, dass hiermit langfristig die Ausgaben gesenkt werden können.

Autor: -- Donnerstag, 3. Mai 2012, 12:15 Uhr -- 0 Kommentare
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