Das Plusenergiehaus: Energie selbst erzeugen – völlig unabhängig

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Beinahe jeden Tag verbrauchen wir sehr viel Strom im Haus. Die Musikanlage, der Computer und das Licht sind hierbei besonders hungrig. Im Winter drehen wir die Heizung bis zum Anschlag, um für ein wohliges Klima zu sorgen. Doch das alles kostet auch. Wer die Ausgaben senken und eventuell sogar Geld verdienen will, sollte über ein Plusenergiehaus nachdenken.

Ein cleveres Gebäude – das Plusenergiehaus

Als ich den Namen des Bauwerkes zum ersten Mal hörte, konnte ich mir darunter noch nicht allzu viel vorstellen. Dennoch gab eine kleine Broschüre Auskunft darüber: Ein Plusenergiehaus ist in der Lage, Energie selbstständig zu erzeugen. Das alleine senkt bereits die Kosten, denn was verbraucht wird, kann selbst generiert werden. Doch damit noch nicht genug. Ein solches Gebäude produziert je nach Ausstattung mehr Strom und Wärme als wir benötigen. Dieser Überschuss darf anschließend in das öffentliche Netz eingespeist werden – natürlich nicht kostenfrei. Solche Leistungen lassen wir uns bezahlen. Mit dem Haus leben wir daher nicht nur unabhängig von anderen Quellen, sondern refinanzieren das Gebäude mit dieser Lösung auch noch.

Plusenergiehaus

Plusenergiehaus © Hemera/Thinkstock

Ein nicht ganz simpler Aufbau

Ein solches Plusenergiehaus unterscheidet sich von anderen Gebäuden zunächst dadurch, dass ihm ein umfänglicher mathematischer Plan zugrunde liegt. Denn es wird errechnet, wie viele Personen hier leben und wie viel Wärme sowie Strom verbraucht wird. Daran anschließend stellt sich die Frage der Auswahl an Zubehör: Erdwärmespeicher, Solaranlagen sowie Dämmungen kommen zum Einsatz. Sie sollen nicht nur helfen, den Verbrauch zu senken, sondern das Plusenergiehaus ist gezielt darauf ausgelegt, einen Überschuss zu erwirtschaften.

Für den vollen Geldbeutel

Der zweite Unterschied zwischen einem normalen und einem Plusenergiehaus liegt in der Verwendung der Baustoffe. Diese sind ebenso dafür geeignet, Wärme zu speichern. Insofern handelt es sich hierbei nicht lediglich um Holz oder Beton, sondern weitaus bessere Materialien – die entsprechend teuer sind. Ein solches Plusenergiehaus ist damit etwa doppelt bis dreimal so teuer wie ein herkömmliches Einfamilienhaus. Selbst wenn der generierte Strom noch Geld einfährt, so bräuchte es schon einige Zeit, bis sich der gesamte Aufwand rechnet. Dennoch, der Grundgedanke ist sehr gut, insbesondere für die Umwelt. In Zukunft wird es daher sicher auch preiswertere Modelle geben.

Autor: -- Montag, 4. Juni 2012, 11:45 Uhr -- 1 Kommentar
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  1. 1

    Ganz tolle Seite